Civilization V

Alles um Civilization V

Neuer Patch v1.0.0.20 verfügbar

Screenshot aus Civilization V

Ein neuer Patch für Civilization V soll ab sofort einige Ursachen von Spielabstürzen beheben. Das Mini-Update erhöht die Versionsnummer auf v1.0.0.20 und nimmt sich neben der Stabilität dem Modding sowie weiterer Probleme wie einem Produktions-Exploit bei Marionetten-Staaten an. Wie gewohnt müsst ihr das Update nicht extra herunterladen, es wird beim Start von Steam automatisch installiert.

Abgesehen von diesen Fehlern sind sich die Entwickler durchaus einiger der noch vorliegenden Probleme bewusst. Dazu gehören unter anderem die fehlerhafte Darstellung bzw. das zu langsame Laden von Texturen, die langsame Rundenberechnung, der teilweise falsch kalkulierte Ressourcenhandel oder die inkorrekte Darstellung sowie Berechnung von Feldmodernisierungen.


Patchnotes:

  • Modding: Fixes beim Installer und den Berechtigungen. Bezug auf jegliche Mod-Downloads und Probleme bei der Installation.
  • Fix für Full Screen Crash: Das Spiel wird nun im Fenstermodus starten, wenn es keine geeignete Vollbild-Auflösung beim Start findet.
  • Die Hall of Fame nimmt die Daten nun korrekt auf, wenn man einen Windows-Nutzernamen mit Spezialzeichen nutzt.
  • Fixes beim Handels-Ende.
  • Fix für Produktions-Exploit beim Marionettenstaat.
  • Diverse Crash-Fixes.

Gewinne die Civilization V Special Edition!

Civilization V Special Edition

Update: Der Gewinner steht fest! Was manche bei der Gewinnspielfrage wohl nicht berücksichtigt haben: Der Aufbau einer Fansite besteht nicht nur aus Spielen sondern auch aus verdammt viel Arbeit. Nur so lassen sich Antworten von über 1.000 Spielstunden erklären.

Die richtige Antwort auf die Frage lautet: 79 Spielstunden.

Am nächsten dran und somit gewonnen hat: Ljadas

Herzlichen Glückwunsch!

Das Gewinnspiel:

Civilization V ist seit heute im Handel! Diesen feierlichen Anlass lassen wir uns natürlich nicht entgehen und verlosen bis Sonntag die Civilization V Special Edition mit Behind the Scenes DVD, 176 Seiten Artbook, Soundtrack auf 2 CDs und 5 exklusiven Civilization V Miniaturen!

Für die Teilnahme braucht ihr lediglich einen Account auf Civilization.de und die hoffentlich richtige Antwort auf die folgende Schätzfrage:

Wieviele Spielstunden hat das Team von Civilization.de bisher insgesamt in Civilization V verbracht?

Kleiner Hinweis: Wir haben die finale Version seit zwei Wochen vorliegen.

Eure Antwort postet ihr einfach im Forum im dazugehören Thread. Um den Gewinner letztendlich ermitteln zu können, ist es wichtig, dass ihr eingeloggt seid. Gastbeiträge können wir leider nicht zählen lassen.

Pro User zählt nur eine Antwort. Bei mehreren Antworten, gilt die Zahl, die zuerst genannt wurde. Es steht euch aber natürlich frei, auch abseits von Schätzungen Beiträge zu posten.

Einsendeschluss ist Sonntag, der 26. September 2010, um 18:00 Uhr. Die Bekanntgabe des Gewinners folgt nach Ablauf des Gewinnspiels im Laufe des Abends. Bei Antworten mit gleicher Differenz, entscheidet das Los.

Viel Erfolg!

Civilization V im ausführlichen Test!

Screenshot aus Civilization V

Es gibt wenige Spiele, die seit 20 Jahren auf hohem Niveau die Spielerschaft zu begeistern wissen. Sid Meyer ist es tatsächlich mit seinem Civilization bisher jedesmal gelungen, das vorherige Meisterwerk mit einem neuen Meisterwerk zu toppen.

Mittlerweile prangt hinter dem Namen Civilization die römische Ziffer V und wir sind überrascht. Der fünfte Teil spielt sich anders als sein hochgelobter Vorgänger. Ob Sid Meyer das funktionierende System lieber nicht geändert hätte oder die Neuerungen ein neues Meisterwerk versprechen, klären wir in unserem ausführlichen Test.

Review

Es gibt wenige Spiele, die seit 20 Jahren auf hohem Niveau die Spielerschaft zu begeistern wissen. Sid Meyer ist es tatsächlich mit seinem Civilization bisher jedesmal gelungen, das vorherige Meisterwerk mit einem neuen Meisterwerk zu toppen. Mittlerweile prangt hinter dem Namen Civilization die römische Ziffer V und wir sind überrascht. Der fünfte Teil spielt sich anders als sein hochgelobter Vorgänger. Ob Sid Meyer das funktionierende System lieber nicht geändert hätte oder die Neuerungen ein neues Meisterwerk versprechen, klären wir in unserem ausführlichen Test.

Screenshot aus Civilization V
Seit jeher startet man bei Civilization mit einem Siedler und einer Militäreinheit

Civilization ist seit 1991 der Inbegriff für komplexe Strategie. Der Spieler spielt dabei ohne direkte Zielvorgabe ein Volk durch Jahrtausende der Menschheitsgeschichte. Angefangen bei steinzeitlichen Jägern und Sammlern, entwickelt man sich mit Erforschung zahlreicher Technologien bis zum fröhlichen Atombombenwerfen und Raumfahrtprogrammen. Rundenweise werden Städte gegründet, Landschaften erkundet, Ressourcen erschlossen, Technologien erforscht, Bauwerke gebaut und eine Infrastruktur geschaffen. Dies machen natürlich auch andere Zivilisationen, was in den meisten Fällen zwangsläufig zu diplomatischen Auseinandersetzungen führt.

Doch Civilization ist weitaus mehr: verschiedene Siegbedingungen, sorgfältige Vorausplanung, ausführliches Mikromanagement. Wer keinen Spaß daran hat, mehrere Minuten einer Runde über sinnvolle Spielzüge nachzudenken, braucht eigentlich nicht weiterzulesen. Doch Sid Meyer hat dieses Problem erkannt und will spürbar neue Spielerkreise erschließen. Dies bedeutet aber mitnichten ein neues „Civilization Revolution“, das auf den Konsolen zwar Spaß machte, aber anspruchsvollen Strategen bei weitem zu seichte Kost war.


Kniefall vor dem Mainstream?

Bereits zu Beginn fällt auf, dass man sich bei Firaxis Gedanken über die Zugänglichkeit gemacht hat. Niemals war es für Neulinge einfacher, sich bei einem Vertreter der Reihe einen Zugang zu verschaffen. Veteranen dürften bei diesen Worten verängstigt mindestens eine Augenbraue heben, wozu glücklicherweise aber kein Anlass besteht. Zwar wurden einige Elemente gestrichen und das Interface ordentlich entschlackt, der Komplexität schadet es letztendlich aber wenig.

Screenshot aus Civilization V
Die strategische Ansicht verschafft einen susgezeichneten Überblick.

Das erste überraschte Zucken im Gesicht widerfährt dem erfahrenen Civ´ler beim Anblick der einzelnen Spielfelder, die sich nun mit Fug und Recht als Hexfelder bezeichnen dürfen. Dadurch eröffnen sich nun natürlich detailliertere Spielzüge. Das Wort „detailliert“ trifft dadurch nun auch auf die Gestaltung der Spielwelt zu, die durch die Neueinteilung der Spielfelder realer wirkt. Die Landschaften gehen nahezu organisch ineinander über und die Illusion einen glaubhaften Umwelt wird so verstärkt. Auch wenn die Grafik nicht überdurchschnittlich hübsche Texturen aufweisen kann, ist das Gesamtbild mehr als stimmig. Nie sah ein Civilization glaubwürdiger aus. Sei es die Wasseroberfläche, die Einheiten oder die vielen Erhebungen in der Landschaft, man schaut sich die dreidimensionale Weltkarte mit Vergnügen an. Alternativ gibt es noch die zweidimensionale Strategieansicht, die mit vorbildlicher Übersicht Rohstoffe, Grenzen und Einheiten anzeigt. Gerade bei der Erschließung der Ländereien ist diese praktische Karte eine gerngesehene Hilfe. Gerngesehen ist auch die neue Möglichkeit, in der Stadtansicht bestimmte Hexfelder durch Kauf sofort zugänglich zu machen. Hat sich die Stadt noch nicht zum Eisenvorkommen ausgedehnt? Mit ausreichend Gold ist das kein Problem mehr.

Noch überraschender für Veteranen dürfte aber das entschlackte Interface sein, das nicht mit Zahlenkolonnen geizt und den Spieler bestimmend an der Hand führt. So erscheinen am rechten Spielfeldrand Erinnerungen, die vor dem Beendigen einer Runde erfüllt werden müssen. Die Betonung liegt hierbei auf „müssen“, da man erst jeder untätigen Einheit einen Befehl erteilen muss, bevor es das Spiel gestattet, weiterzumachen. Dies mag besonders vergesslichen Naturen sehr gefallen, wünschenswert wäre aber die Möglichkeit gewesen, diese Option abstellen zu können, da so der Spielfluss recht gehemmt wird.

Screenshot aus Civilization V
Mittels der Kampfvorschau können etwaige Verluste abgeschätzt werden

Insgesamt hat sich Sid Meyer viel einfallen lassen, das Spielprinzip transparenter zu gestalten. Aus dem Vorgänger bekannte Religionen oder Sozialsysteme sind der Schere zum Opfer gefallen. An deren Stelle tritt nun die Sozialpolitik, die ähnlich wie ein Skilltree funktioniert. Hat man eine bestimmte Anzahl an Kulturpunkten gesammelt, darf man sich aus einem freigeschalteten Bereich einen Bonus aussuchen und so seinen Staat nach und nach definieren. So steigert der Zweig „Ehre“ militärische Bemühungen, während „Unabhängigkeit“ für ein schnelleres Wachstum sorgt. Einige Bereiche schließen sich sogar gegenseitig auf.

Wer beispielsweise „Frömmigkeit“ wählt und damit die Zufriedenheit steigert, wird niemals in den Genuss des Bereichs „Rationalismus“, der sich vor allem für die Forschung auszahlt. Das klingt einerseits logisch, andererseits werden den Kombinationsmöglichkeiten so Grenzen gesetzt. Wer es übrigens schafft, fünf dieser Sozialpolitik-Bereiche vollständig zu skillen, hat damit die Siegbedingung „Kultursieg“ erfüllt.

Screenshot aus Civilization V
Besonders schlaue Völker bauen die Pyramiden in den Ozean. Wer ist denn auf diese Idee gekommen? Immerhin spricht das für die Bauwerkskunst unseres Volkes.

Grundsätzlich ist das alles ein tolles und motivierendes System, das jedoch einen großen Nachteil hat: es fordert eine enorm hohe Vorausplanung. Einmal getroffene Entscheidungen können nicht durch eine „Revolution“ egalisiert werden, was die Flexibilität hemmt. Man kann nicht mehr auf das aktuelle politische Geschehen reagieren, sondern muss die eigene Linie durchziehen, um die wertvollen Boni überhaupt sinnvoll nutzen zu können. So wird es als Technologie-Nation ungleich schwerer, sich auf einen Krieg vorzubereiten.

Insgesamt hat sich die ganze Kriegsführung aber deutlich verändert, was dem vollständig überarbeiteten Kampfsystem zu verdanken ist. Die Zeiten, in denen unzählige Einheiten auf einem Geländefeld durch die Landschaft ziehen, sind im fünften Teil nämlich vorbei. Pro Feld ist nur eine militärische und nichtmilitärische Einheit gestattet, was dem Spielverlauf eine völlig neue Würze verleiht. Einheiten müssen differenzierter platziert und eingesetzt werden. Dabei wird zwischen Nah- und Fernkampfeinheiten unterschieden.

Screenshot aus Civilization V
Die einzelnen Bereiche der "Sozialpolitik" lassen sich wie bei einem Skilltree steigern.

Während sich die Nahkämpfer auf alles stürzen, was in ihrer Reichweite ist, werden Fernkämpfer bei direktem Feindkontakt hoffnungslos niedergemetzelt. Vielmehr müssen sie ihre Berufung nutzen, um die Gegner über mehrere Felder attackieren zu können. Dies ermöglicht neben altbekannten Kampfboni wie Geländemodifikatoren oder Flankierung eine neue Stufe taktischer Gefechte, die das Spielprinzip angenehm bereichert. Das Terrain darf man nämlich auch nicht außer Acht lassen.

Während über Berge und Wälder nicht geschossen werden darf, trottet es sich auf unwegsamem Gelände langsamer. Kavallerieeinheiten juckt dies aber überhaupt nicht, sodass sie so schnell über Flankenangriffe in den Rücken von Gegnerhorden galoppieren können. Das ganze Kampfsystem wirkt einfach ausbalancierter und nachvollziehbarer, was vor allem daran liegt, dass technologisch arg veraltete Einheiten kaum noch eine Chance haben, gegen moderne Schießpulvermonster zu bestehen. Nützlich ist auch eine Art schriftliche Kampfvorschau, die dem Spieler dabei hilft, mögliche Verluste einschätzen zu können. Daumen hoch!

Dementsprechend kann nun auch in jeder Stadt nur eine Einheit stationiert werden, was das ganze Geschehen noch glaubwürdiger macht. Dabei wird der Stärkewert der Einheit zum Verteidigungswert hinzugerechnet. Rein theoretisch kann sich eine Stadt nämlich nun auch ohne Einheiten verteidigen und besitzt daher auch einen eigenen Lebensbalken. Ist dieser auf null gesunken, ist die Stadt erobert. Damit ist die Belagerung und Einnahme einer Stadt flotter inszeniert, ohne dabei an taktischer Tiefe zu verlieren. Natürlich hängt dabei der Stärkewert einer Stadt von Größe und Gebäuden ab. So kann sich eine Metropole ehrbar auch einige Runden alleine über Wasser halten, bis Nachschub über die hoffentlich ausgebaute Infrastruktur eintreffen kann.

Screenshot aus Civilization V
Es werden nahezu alle Spielprinzipien mithilfe solcher Infoboxen erklärt

Die Infrastruktur verlangt nun übrigens auch genauere Vorplanungen, da jede Modernisierung auf Dauer Kosten verursacht. Somit sollte mit Bedacht nach den Bedürfnissen der einzelnen Städte die Umgebung gestaltet werden, wenn man nicht in eine Kostenfalle geraten will, die aktuelle Abzockerfirmen vor Neid verblassen lässt.

Ist trotz aller Vorkehrungen eine Stadt erobert, hat man neben Annexion und Vernichtung nun noch die Möglichkeit, die Eroberung als Marionette agieren zu lassen. Dies bedeutet, dass die Stadt zwar Gold und Forschung für das eigene Reich generiert, aber nicht gesteuert werden kann.

Dies hat den Vorteil, dass sich die Unzufriedenheit über den militärischen Akt in Grenzen hält. Auch die Berechnung der Zufriedenheit ist nämlich grundlegend neu. Anstatt die Zufriedenheit jeder Stadt einzeln zu messen, wird nun eine reichsweite Zufriedenheit berechnet. Rutscht diese Skala ins Negative, werden Wachstum, Produktion und Kampfwerte dementsprechend gehemmt. Diese Neuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig, da es einem schon merkwürdig vorkommt, wenn man in der Hauptstadt ein Kolosseum bauen lässt, um die Unzufriedenheit auszugleichen, die in einer weit entfernten Stadt durch Annexion entstanden ist. Natürlich wird dem Spieler dadurch in erster Linie das Spiel erleichtert, da vereinzelte städtische Unruhen nun der Vergangenheit angehören, was dem munteren Regieren ein wenig Realismus nimmt.

Dennoch funktioniert dieses Stimmungsbarometer ausgesprochen gut, da man so frühzeitig über die Befindlichkeit der Bevölkerung informiert ist und auf längere Sicht abschätzen kann, welche Aktionen das Volk in tiefe Trauer stürzen. Daher muss das Land immer ausreichend mit Luxusgütern und bestimmten Unterhaltungsgebäuden versorgt werden, bevor man eine unbeliebte Aktion durchführt.

Screenshot aus Civilization V
Man kann wieder viele, sehr viele Technologien erforschen

Wer hat noch nicht, wer will nochmal?

Natürlich würde Geschichte nur halb so viel Spaß machen, wenn es nicht verschiedene Völker geben würde, denen alles andere als das persönliche Wohlergehen egal ist. Im neuesten Ableger der Reihe hat man die Wahl aus 18 Nationen, die alle ihre Vorteile und exklusiven Einheiten haben. Beispielsweise haben die Deutschen unter Bismarck nicht nur bessere Panzer, sondern können auch bei der Vernichtung von Barbarenlagern ordentlich absahnen. Die Römer hingegen schauen gerne auf ihre Hauptstadt, da jedes Gebäude, das dort bereits steht, in anderen Städten einen Produktionsbonus erhält. Neben diesem altbekannten System aus Nation und Staatsoberhäuptern gesellt sich nun aber eine Neuerung hinzu, die es in sich hat: Die Stadtstaaten.

Diese sind autonome Städte, die nicht expandieren. Vielmehr agieren sie als eine Art Questgeber. Erfüllt man Aufgaben wie Barbaren besiegen steigt der Einfluss bei der Stadt. Auch mit Geld- und Einheitengeschenken kann man deren Gunst erlangen. Im Gegenzug spendieren die Stadtstaaten je nach Gesinnung Luxusgüter, Nahrung, Militär oder Kultur und sind somit gerngesehene Katalysatoren der eigenen Entwicklung. Wer friedliche Mittel für veraltet hält, kann den einzelnen Stadtstaaten auch den Krieg erklären und somit die gut entwickelten Städte einsacken oder gleich zur Marionette machen. Dies könnte jedoch ernsthaft das Ansehen in der Welt gefährden.

So schließen sich vielleicht andere Stadtstaaten gegen den Spieler zusammen oder andere Nationen sehen sich genötigt, militärisch zu intervenieren. Stadtstaaten können nämlich auch unter persönlichen Schutz gestellt werden.

Immer wieder diese Politiker

Diplomatie war bisher in dieser Reihe immer ein wesentlicher Punkt. Civilization 5 erweitert die Möglichkeiten sogar noch. Neben der handelsüblichen Kriegserklärung und dem bekannten Handel, können nun auch Forschungsabkommen geschlossen werden (anstatt Technologietausch). Mit einem Geheimpakt wird sogar vereinbart, dass eine dritte Nation diplomatisch isoliert und kein Vertrag mit ihr abgeschlossen wird. Das ist eine sehr viel subtilere Möglichkeit, Nationen zu schwächen, als die offensivere wirtschaftliche Kooperation oder Verteidigungsbündnisse.

Screenshot aus Civilization V
Unerforschte Gebiete werden mit Wolken verschleiert

Angepriesen wurde von Firaxis in diesem Zusammenhang die komplett animierten Staatsoberhäupter, die zwar recht nett aussehen, aber anscheinend keinen großen Nutzen bringen. Gestik und Mimik gab es auch schon im Vorgänger. Dennoch haben die neuen diplomatischen Gespräche dadurch schon ihren ganz eigenen Charme, da die Nationen in ihren jeweiligen Landessprachen reden und in einer zeitgemäßen Umgebung auf den Spieler treffen. Auch die Persönlichkeiten sind mit ihren charakteristischen Merkmalen sehr gut getroffen.

Besser als beim Vorgänger ist in jedem Fall die KI, die in der Diplomatie recht geschickt agiert. Passt man nicht auf, ist man schnell isoliert und Mehrfrontenkriege erleichtern das Erfüllen eigener Ziele nicht wirklich. Blöd ist an dieser Stelle, dass man keinerlei Informationen über den derzeitigen Ruf bei den Gegnern hat. Dadurch wird das diplomatische Taktieren gegen die KI unnötig erschwert. Richtig sinnvoll ist dieser ausführliche Diplomatiemodus aber sowieso nur gegen menschliche Spieler. Leider konnten wir in unserer Version den Multiplayermodus nicht testen, da uns schlichtweg die Mitspieler fehlten.



Wertung

Grafik
Die Umstellung der Geländefelder auf das Sechseck macht sich besonders in der Optik bezahlt. Obwohl die Texturen in der höchsten Zoomstufe nicht gerade detailliert sind, ist die gesamte Präsentation des Spiels stimmig. Es ist einfach traumhaft, wenn man zu Beginn eines Spiels die Landkarte erkundet und nach alten Ruinen oder Naturwundern sucht. Ein nettes Detail ist, dass man den Bau eines Weltwunders neben der Stadt beobachten kann.

Sound
Jede Nation hat ihre eigene Hintergrundmusik, was für Stimmung sorgt. Ansonsten gibt es beim Sound absolut nichts zu meckern. Die Staatsoberhäupter reden in ihrer Landessprache, die Sprecher sind gut gewählt und die Soundeffekte stimmig. Daumen hoch!

Bedienung
Civilization V spielt sich absolut unkompliziert. Alles ist übersichtlich angeordnet und auf dem ersten Blick auf die wichtigsten Informationen beschränkt. Wer weitere Infos haben möchte, erhält diese jedoch auf Mausklick.

Spieltiefe
Auch der fünfte Teil ist ein Monster von einem Spiel. Unzählige Möglichkeiten sorgen für durchzockte Nächte. Es gibt viele verschiedene Herangehensweisen, einen Sieg einzufahren. Es macht einfach immer noch Spaß, ein Volk von der Steinzeit in die Moderne zu führen und dabei die eigenen Landesgrenzen immer wieder neu zu definieren.

Einstieg
Nie war der Einstieg in Civilization einfacher. Ein ausführliches Tutorial nimmt den Neuling an die Hand und führt ihn zum ersten Sieg über eine schwache KI. Versehen mit Hintergrundinformationen sollte es keinem Spieler schwer fallen, tief, sehr tief in dieses Universum zu versinken.


Fazit von Nils-Marten Hitzfeld

Screenshot aus Civilization V

Sid Meyer ist mit Civilization V mal wieder ein Meisterwerk geglückt. Dabei spielt es sich anders als seine Vorgänger. Alleine das neue Kampfsystem bringt frische Würze in die digitale Menschheitsgeschichte. Allerdings sind einige der Änderungen eher der Zugänglichkeit, als der Verbesserung gewidmet. Der Wegfall von Religionen und Sozialsystemen dürfte einigen Anhängern des Vorgängers schmerzen, da das dafür eingeführte Regierungssystem recht statisch ist und kaum Fehler erlaubt. Dafür ist der gesamte Einstieg dynamischer und flotter. Schon früh im Spiel werden viele Entscheidungen verlangt, was vor allem an den Stadtstaaten liegt, die sich wunderbar in das Spielprinzip einfügen.

Das Gesamtpaket ist also wieder einmal einfach nur so überragend, dass man sich nicht mehr vom Monitor lösen kann. Wer also in Betracht zieht, Civilization V zu kaufen, sollte sich vorher genau einen Plan erstellen, wie er seine sozialen Kontakte nicht vernachlässigt. Es gibt kaum ein Spiel, das so eine Sucht entfalten kann und nach einem Spiel einen immer wieder zum Neustart überredet. Wer auch immer einen Draht zur Rundenstrategie hat, wird dieses Spiel lieben.

Civilization V endlich im Handel! + Launch-Trailer

Raumschiff aus Civilization V

Am heutigen Freitag, den 24. September 2010, war es endlich soweit: Ab sofort ist Civilization V im Handel erhältlich und stellt abermals ein einzigartiges Strategie-Meisterwerk dar!

Für uns als Fanseitenbetreiber natürlich ein wunderbarer Tag, auch wenn wir das fertige Produkt bereits seit einigen Tagen spielen konnten. Wir hoffen vor allen Dingen, dass ihr ebenso viel Spaß mit Civilization V habt wie wir. Für alle, die noch Probleme beim Spieleinstieg haben, legen wir unsere frisch gestartete Tipps & Tricks-Sektion nahe. Außerdem erhaltet ihr nur auf Civilization.de alle Informationen zu den Zivilisationen, Einheiten, Gebäuden, Technologien, Politiken und Wundern.

Passend zum Verkaufsstart hat 2k Games einen passenden Launch-Trailer veröffentlicht, den ihr bei uns in der Videosektion findet.

Wir laden euch gerne dazu ein, mit uns im Forum über eure Spielerlegbnisse zu diskutieren und wünschen euch viel Spaß mit Civilization V!

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